im Jahr 2022 bewegt sich alles in die grossen Datensauger Clouds oder es ist zumindest ein Wallet/Portfolio Machtkampf Konstrukt mit Mikrotransaktionen.

Kostenlos ist heute nichts mehr. Entweder ich nutze Dienste wie jene von den ganz grossen und gebe dabei alle meine Beziehungen und Verhaltenseigenschaften Preis (Facebook etc.) oder ich kombiniere dass mit einer Kreditkarte und buche mir kleine Abos mit vielen tollen Features (M365, Spotify…). Oder es ist wirklich kostenlos und wirklich toll und ich muss das hohe Risiko abschätzen, dass nach der Einarbeitung der ganze Service von einem Riesen geschluckt wird (z.B Trello durch Atlassian) und es dann plötzlich ganz schnell geht.

Die Sache mit dem selber hosten und dem Interesse für OpenSource Software wird bei mir immer grösser. In den 25 Jahren die ich hinter dem PC sitze habe ich immer mehr das Gefühl das etwas zunehmend nicht mehr stimmt. Ist das gut wenn Google meine Kontakte, Handydaten und Passwörter haben kann?

Es gibt z.B immer mehr den Trends das kaufen nicht mehr nachhaltig ist. So gibt es mit Sony mit dem PlayStation Store einen Vorfall, bei dem gekaufte Filme in Zukunft nicht mehr bezogen werden können. Etwas weiter in der Vergangenheit hat es mich persönlich getroffen als das Spiel Ace of Spades plötzlich komplett End of Life war, ohne Server – nicht mehr spielbar. Ich habe dafür bezahlt. Ich mache mir immer mehr Gedanken bei einem Kauf, wem ich vertraue.

In der Firmenwelt ist es manchmal noch etwas kurioser. Ist die Abhängig durch bereits eingepflegte Daten erst einmal gegeben, greifen Hersteller immer wieder zu Preissteigerungen. Aktuell hoch im Kurs „On Premises“ wird neu 15% mehr kosten, der Umzug in die Cloud nur 10%. Begründung: Wirtschaftslage auf dem Markt gerade schlecht. Bei KMU’s werden die gleichen Leistungen unter dem Strich umbenannt und so zurecht gerückt, bis im Total der neuen Offerte ein gutes Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr steht. Hilfsbereitschaft, dem Kunden zu „Helfen“ und nicht erst eine Dienstleistung verkaufen die ev. irgendwann Mal als Supportfall für dem Preis eines Autos in 2 Tagen hilft…

Und das ist der Teil an Wirtschaft mit IT Produkten den ich abstossend finde. Der Kunde wird als Zitrone betrachtet, sobald die Migration als Druckmittel gegenübersteht gepresst wird. und Grosskunden kann man besonders hart drücken.

Mit dem anbieten eigener Produkte bei in4matics. kommt natürlich auch die Frage auf, wie viel Geld wir erwirtschaften müssen um dem Kunden zu helfen. Dabei fällt auf, dass die Margen in verschiedenen Segmenten sehr unterschiedlich sind.

Ein Paar Beispiele:
Eine Remotedesktop für 20 Personen Software kostet im Jahr rund 2200Fr.
Eine Cloud mit mehreren hundert GB an Daten für 20 Personen kostet weniger als 400Fr.
Ein Microsoft Server mit ACL’s wird auch noch zusätzlich pro CPU Kern verrechnet und muss immer wieder neu erworben werden (ich besitze die CPU’s schon!). Eine Software für Aufgabenblöcke zu verschieben (Jira) kostet für 100 MA $14,500 im Jahr und meine Daten stehen dazu noch in der Cloud. Bonus: Atlassian hatte drei Datenpannen in den letzten 12 Monaten hinter sich, die dazugehörigen Ausfälle und Hauruckaktionen zum Serverpatchen kauft man dann gleich mit (exkl. Mehrwertsteuer).

Was können wir tun / was machen wir?

Als erstes haben wir eine andere Haltung wie Preise gemacht werden. Wir haben nicht die Maximalpreise ermittelt, sondern was faire Preise sind. Das ist zugegeben ein hartes Pflaster und bremst entsprechend auch die Euphorie der Aktionäre (kleiner Scherz am Rande). Aber die Beziehungen zu den Kunden werden ganz anders. Es sind Vertrauensbündnisse, wo die Hilfe an 1-3 Stelle steht. Und die Preise sind und bleiben fair (einfach Mal reinschauen).

Qsi

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